Da sollen die Geschichten her, die dann das Vorhaben 2019 erfüllen
Heute (also damals) regnet(e) es, ich war gerade auf einer andern HomePage unterwegs als mir einfiel, das ich eigentlich 12 Geschichten schreiben wollte. Naja, dass wird 2019 nix mehr. Aber jetzt ist 2020 und das Ziel lebt und die erste Geschichte ist geschrieben. Viel Spaß beim Lesen.
(M)ein Leben auf Achse!?
Ich hatte in meinem Leben viele Möglichkeiten um zu reisen. Daher die Frage: Wann kann jemand von sich behaupten ein „Globetrotter“ zu sein? In Summe waren es zwar noch keine 40 Länder die ich besucht habe, trotzdem behaupte ich schon, etwas von dieser Welt gesehen zu haben. Zugegeben einige Länder waren nicht auf meiner Wunschliste, trotzdem habe ich -mit Blick in die Vergangenheit – keine Reise bereut. Viele haben mich zum Verlassen meiner Wohlfühlzone gezwungen und jede hat mich was gelehrt.
Wenn ich mir meine „Jugend“ rückblickend ansehe, war das aber eigentlich schon Vorsehung, das mit dem Reisen. Warum? Hier eine kurze Aufzählung meiner Stationen – bis ich hier, wo ich heute bin, meinen Platz gefunden habe.
Und das war dann so…
Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich in einer Stadt auf einer Insel. Dann, als ich so fünf Jahre alt war, zogen meine Eltern, mit meinem Bruder und mir, in ein Dorf, eigentlich eine Siedlung. Dort ging ich zur Schule, spielte Fußball – mit umgekehrter Begeisterung – und verlebte eine tolle Jugend. Ja, obwohl die Siedlung damals einen schlechten Ruf hatte, lernte ich Bitte und Danke sagen und schloss, in der Regel, die Türe, nachdem ich durch sie durch war. Irgendwann war es Zeit für mich, auf drängen meiner damaligen Freundin und mit der Unterstützung meiner Familie die Siedlung zu verlassen. Meine Tante und mein Onkel stellten uns nämlich ihre Wohnung zur Verfügung. Das Schicksal wollte es, dass diese Wohnung auf jener Insel lag, die ich rund 15 Jahre zuvor verlassen hatte. Zurück zum Ursprung könnte man fast sagen. Fast deswegen, weil die Insel seit fast immer schon zweigeteilt war und die Wohnung im „anderen“ Teil lag. Okay, nicht so wie Zypern oder die DomRep und Haiti, aber doch geteilt. Soft halt.
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Dann nach langer Suche gelang es meiner Freundin in der Stadt, in der Sie aufgewachsen war, eine Wohnung für uns zu bekommen. Groß, mit vielen Stiegen und kleinem (westseitigen) Garten. Am Tag vor der Hochzeit war die Schlüsselübergabe und so verbrachten wir, meine jetzt schon Gattin, einige Freunde und Familienmitglieder und ich, die Flitterwochen zwischen unseren Möbeln und sonstigen Sachen, weg von der Insel in die Stadt. Dort lebe ich heute noch immer. Nicht mehr in der Wohnung, sondern in einem Reihenhaus, +/- 1000 Schritte, oder wie meine Kinder sagen, mit den Öffis drei mal Umsteigen, entfernt von unserer ersten gemeinsamen Wohnung, und trotzdem ganz anders. Z.B. ist der Garten jetzt Ost- und Südseitig ausgerichtet. Aber mein Herz hängt immer noch an dem Dorf, wo alles begann.
Ich hoffe Du bist jetzt begeistert von der Roadstory und neugierig ob der Namen meiner verschiedenen Domizile. Bevor ich Gefahr laufe als Hochstapler verschrien zu werden, hier ein paar Fakten zum checken.
Bis zu meinem fünften Lebensjahr lebte ich in der LeopoldsSTADT, sie liegt auf einer Insel zwischen Donau und Donaukanal. Dann zogen wir in die GroßfeldSIEDLUNG in FloridsDORF. Die Wohnung meiner Verwandten ist – heute noch- in der Brigittenau, das ist der Bezirk, der gemeinsam mit der Leopoldsstadt auf der beschriebenen Insel, zwischen Donau und Donaukanal, liegt. Meine Frau ist eine gebürtige Donaustädterin, ala „Rose aus Stadlau“, daher war es für Sie nur logisch wieder auf die „richtige“ Seite der Donau zu ziehen.
Menschen mit wenig bis ohne Phantasie könnten jetzt behaupten: „Du hast ja immer nur in Wien gelebt.“ Ja stimmt, so kann es auch gesehen werden. Nur holst du so niemanden hinterm Ofen hervor, nicht einmal auf der anderen Seite der Donau. Daher bleibe ich, sollte ich gefragt werden, bei meiner Version der Geschichte. Nur weil mich bis jetzt noch keine(r) gefragt hat, habe ich es halt aufgeschrieben. Fakt ist, ich lebte immer in Bezirken mit zumindest einem Zweier drin und war nie auf der „anderen Seite“ der Stadt zu Hause. Und wer jetzt meint, dass ist Typisch Verlierer, lauter Zweier, nie einen Einser, der sollte einmal mein Abschlusszeugnis aus der HTL sehen. In diesem Sinne, danke für deine Zeit.
